kunst - raum - erinnerung: Kulturpädagogik und zeitgenössische Kunst in der Gedenkstättenarbeit
Seit Jahren suchen Gedenkstättenpädagogen/innen nach neuen Wegen der Vermittlung. Den Hintergrund für die Neuorientierung bildet das Verschwinden der Zeitzeugen/innen, die bislang zentraler Bezugspunkt der Arbeit waren. Schon häufig wurde mit künstlerischen oder kulturpädagogischen Ansätzen experimentiert, allerdings hat bislang niemand die Verbindung von künstlerischen Arbeitsweisen und Gedenkstättenpädagogik strukturiert entwickelt und evaluiert. Diese Lücke zu schließen, war Anliegen von kunst - raum - erinnerung.
Der Bildungsverbund für die Internationale Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen e.V. führte das deutsch-polnische Modellprojekt kunst - raum - erinnerung von 2007 bis 2010 gemeinsam mit der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Brandenburg e.V. durch. Standorte des Projektes waren die Internationalen Jugendbegegnungsstätten Sachsenhausen und Oświęcim/Auschwitz, an denen drei Mitarbeiter/innen gemeinsam mit Freien Künstler/innen, Kulturpädagogen/innen, Gedenkstättenpädagogen/innen und den Mitarbeiter/innen der Begegnungsstätten insgesamt 17 Kunst-Workshops konzipierten, umsetzten und auswerteten.
Ziel dieses gemeinsamen Arbeitsprozesses war, herauszufinden, welche neuen Möglichkeiten der Auseinandersetzung künstlerische Arbeitsweisen eröffnen, welche Grenzen sie haben und was die Bedingungen für das Gelingen solcher Projekte sind. Die Ergebnisse dieser multiprofessionellen Zusammenarbeit und Reflexion finden Sie auf den nächsten Seiten. Viel Spaß beim Lesen!